Zu Gast bei der Firma Diehl

Fünf Schüler der Klasse 9m besuchten in Begleitung von Frau Otte die Firma Diehl Metall in Röthenbach an der Pegnitz. Der Schule-Wirtschafts-Experte
Herr Breunig hatte für insgesamt 20 Schüler des Landkreises eine Betriebs-besichtigung ermöglicht.
Um 10 Uhr begann die Besichtigung mit einer Einführung durch den Personalrat Herrn Maier, der kurz die weltweiten Firmenstandorte, wie z.B. Wuxi in China, Sao Paolo in Brasilien und Paris in Frankreich vorstellte. Zudem erklärte er den Schülern, welche Produkte von Diehl Metall hergestellt werden: Diehl ist weltweit führend in der Herstellung von Synchronringen, die in Schaltgetrieben verschiedener Automarken verbaut werden, stellt Rohre, Stangen und Bänder her, die als sog. „Halbzeug“ die Firma verlassen und andernorts z.B. zu Abflussrohren weiterverarbeitet werden.
Herr Böhm, der Ausbildungsleiter, stellte den Jugendlichen anschließend kurz die verschiedenen Ausbildungsberufe vor, die bei der Firma Diehl erlernt werden können. Das sind z.B. Elektroniker, Industriemechaniker oder Industriekaufmann bzw. -kauffrau. Azubi Dominik berichtete den Schülern aus der Ausbildungspraxis und beantwortete Fragen.
Anschließend „bewaffneten“ sich die Schüler mit Helmen und Warnwesten und wurden in zwei Gruppen von den beiden Ausbildern Herrn Franke und Herrn Benski durch den Betrieb geführt. „Bitte fasst im Vorbeigehen nicht einfach Bolzen oder Stangen an. Hier kann alles noch mehrere hundert Grad heiß sein, auch wenn es schon abgekühlt aussieht“, warnt Herr Franke. „Und passt mir auf die Gabelstaplerfahrer auf, die haben im Firmengelände Vorfahrt vor den Fußgängern“.
Zunächst wurde das Rohlager besichtigt. Dort werden die Rohstoffe, also z.B. Messing, angeliefert und sortiert. Anschließend durften die Schüler einen Blick in die Gießerei werfen, wo das Rohmaterial in Schmelzöfen bei etwa 1100 ° C eingeschmolzen und anschließend zu großen Bolzen gegossen wird. Die noch glühenden Bolzen werden anschließend in der sog. „Presse“ in die gewünschte Form gebracht, es entstehen z.B. Hohlstangen verschiedener Dicke und Länge. Sobald die Produkte fertig geformt und abgekühlt sind, werden sie verpackt und im sog. „Hochregallager“ aufbewahrt. Das Einsortieren und Verwalten übernimmt ein Lagerverwaltungs-PC, dessen komplizierte Bedienung nur wenige Personen in der Firma beherrscht wird.
Zum Abschluss konnten die Schüler noch die Lehrlingswerkstatt und die Instandsetzung besichtigen. In der Lehrlingswerkstatt lernen die Lehrlinge Grundtechniken wie z.B. Bohren und Feilen und fertigen ihre Prüfungsstücke an.
Die Instandsetzung ist dafür zuständig, dass alle Maschinen im Betrieb funktionieren. Die Mitarbeiter dieser Abteilung nehmen Reparaturen vor und fertigen wenn nötig auch kleinere Ersatzteile an.
Barbara Otte